Alterssichtigkeit (Presbyopie)

Über Alterssichtigkeit (Presbyopie)

Was ist Alterssichtigkeit (Presbyopie)?

Kennen Sie den Effekt, dass Sie ein Buch, Handy oder Preisschild immer weiter weghalten müssen, um es lesen zu können? Dann wissen Sie, was Alterssichtigkeit ist! Die Alterssichtigkeit – auch Presbyopie genannt – ist keine Krankheit, sondern ein normaler Alterungsprozess, durch den das scharfe Sehen im Nahbereich fortschreitend schwerer fällt. 

Um scharfes Sehen in allen Entfernungen zu ermöglichen, ist die menschliche Augenlinse in der Lage, sich zu verkrümmen. Durch diese Verkrümmung der Augenlinse wird der Brennpunkt der einfallenden Lichtstrahlen auf der Netzhaut passend zur Seh-Entfernung eingestellt. Das Auge fokussiert die angeschauten Objekte und das scharfe Bild wird von der Netzhaut ans Gehirn übertragen. Mit steigendem Alter verhärtet sich die menschliche Augenlinse allmählich, wodurch die Verkrümmungsfähigkeit der Augenlinse abnimmt. Dies betrifft besonders den Nahbereich, da sich die Linse hier am stärksten verkrümmen muss. 

Alterssichtigkeit: Prinzip

Wenn die Augenlinse im Nahbereich nicht mehr ausreichend fokussieren kann, liegt der Brennpunkt nicht auf der Netzhaut, sondern dahinter. Auf der Netzhaut kommt somit ein weniger gebündelter, unschärferer Lichtstrahl an. Man sieht zunehmend unscharf in der Nähe. Besonders bei kleinen Schriften fällt es fortschreitend schwerer, diese gut lesen zu können. 

Wann macht sich die Alterssichtigkeit bemerkbar?

Bereits in Jugendjahren fängt die Anpassungsfähigkeit des menschlichen Auges an, ganz langsam abzunehmen. Die Wahrnehmung dieses Effekts ist sehr subjektiv und von Mensch zu Mensch verschieden. In den meisten Fällen wird die Alterssichtigkeit (Presbyopie) zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr erstmals negativ wahrgenommen. 

Infolge sind die Betroffenen auf eine Lesebrille oder eine Augenkorrektur angewiesen, um im Nahbereich wieder scharf sehen zu können.

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